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Stilvorstellung – Latin House

27 Nov

I love latin houseEs ist in zweierlei Hinsicht schon ein wenig schade. Erstens wird die Existenz von Latin-House im allgemeinen kaum wahrgenommen und wird es dann doch einmal in einem DJ-Set gespielt, zieht es meist wie namenlos vorbei, eben weil man nichts bewusst fühlt. Denn mit House ist es ein wenig wie mit Klassischer Musik, in welcher der Liebhaber sich immer wieder ein Stück anhört, um immer neue Instrumente herausfiltern zu können. Es ist fast wie eine Entdeckungstour. Und das, was man in diesem Moment heraushört oder heraushören möchte, verbindet man mit seinen früher gemachten Erinnerungen und Gefühlen und überträgt diese auf die jetzige Situation. Dies ist eine sehr wichtige Zutat für das House-Feeling. Und je mehr Facetten und Ausprägungen man bewusst ist, desto weitreichender wird das Musikerlebnis. Denn auch wenn man es zu Beginn gar nicht wahrnimmt. In sehr vielen House-Scheiben steckt ein Hauch Latin. Es sind meist melodische-instrumentalistische Unterlegungen oder Verstärkungen mit Trompeten- und Pianotönen, welche man aber aufgrund Ihres charakteristischen Klanges zum Latin-House zuordnen kann. Genauso wie z.B. die Doppel-Hi-Hats beim Jackin House oder die tiefen, pianoähnlichen Töne beim Deep House.

Cevin Fisher – Brazil (Klick mich und ließ weiter…)

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Stilvorstellung – Mzansi House

24 Aug

Flagge_SA

Dass House-Musik in seinem Inneren auch als Sprachrohr für freies (Um)Denken einer Gesellschaftsgruppe genutzt wird, ist seit der amerikanischen Schwulenbewegung oder seit Martin Luther King allgemein bekannt. Sie vermittelt eine Identität, welche hart erkämpft werden musste und trägt diesen Geist in die nächsten Generationen weiter, so dass diese sie wahren, erhalten und sich damit neu identifizieren kann. Aber der Weg, der in den letzten 20 Jahren in Südafrika beschritten wurde, hat schon etwas sehr spezielles. Bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert begleiteten die verschiedensten regionalen Musikstile den teilweise blutigen Kampf der schwarzen Bevölkerung gegen die Apartheid und ein verworrenes Denken einer Minderheit. Die künstlerische Kraft hinter diesem Freiheitsdenken der Südafrikaner ist der Grund dafür, dass heute in Südafrika eine Musikart populär ist, welche sich inhaltlich aktiv mit der Neuordnung der Gesellschaft und dem langen Kampf dahin befasst. Der Kwaito. Er entstand um 1990 herum – der Anfangszeit der Reformen auf dem Weg zu einem gleichberechtigteren Südafrika, wie wir es heute kennen. Technisch ist er eine Mischung aus Hip-Hop, langsamen House gepaart mit sehr viel regionalen Gesang, vor allem in den von Schwarzen gesprochenen Sprachen und Dialekten, wie z.B. Zulu. Somit ist es modern, wahrt aber auch die lange Tradition der Region. Kwaito drückt das Lebensgefühl aller Generationen in Südafrika aus und ist auf dem besten Weg, auch den restlichen Kontinent zu erfasst. “Was die Politik nicht schafft, das schafft Kwaito” – wäre sicher ein gutes Resümee um es als Europäer auf den Punkt zu bringen.

Kwaito zum Reinhören: Arthur Mafokate – Don’t Call Me Kaffir
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Im ganzem Land populär, aber für viele tanzwütige Südafrikaner einfach zu langsam, entwickelte sich bald daraus als eine Art Subkultur Kwaito-House oder auch Mzansi-House genannt. Bei rund 120 BPM deutlich schneller als Kwaito, aber im House-Spektrum dennoch recht “smoof”, charakterisiert sich dieser Stil besonders durch den Einsatz von viel Deep-House gepaart mit soulful Vocals und afrikanischen Tönen. Eine Art langsamer Garage-House, “nur ein wenig härter und in unserer Mundart!”. So zumindest nach DJ Black Coffee, dem südafrikanischen Urgestein der Szene.

Black Coffee. Dieser Name löst in Deutschland eher Appetit auf dieses schwarze Getränk aus. Ganz im Gegensatz dazu aber fast schon hysterische Reaktionen in Afrika und in vielen Köpfen der restlichen Welt. Als Pionier der House-Musik aus den Townships Südafrikas lebt er House am Puls des schwarzen Kontinents und darüber hinaus hinweg. Und jeder, der ihn live erleben durfte (wie ich), wird noch Monate danach fasziniert sein, wie es dieser Kerl nur schafft, den Dancefloor mitsamt den Leuten in einen Vulkan zu verwandeln. Denn eins nimmt man von einer solchen Nacht mit: Diese Leute wissen Ihren Puls einzusetzen, kurz, sie leben nicht nur House, sie sind es!

Black Coffee Mix
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Was aber Südafrika von Deutschland unterscheidet, ist die Tatsache, dass dort RealHouseMusic bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Das macht dieses Land zum El Dorado aller House-Fans. Auf Augenhöhe mit Pop, Hip Hop und Co überrascht House dabei, nicht seine Seele verloren zu haben. Nur schade, dass das Land am Südzipfel Afrikas mehr als 9000 km vom so meist seelenlosen Deutschland entfernt liegt. Wir könnten eine Menge von diesem Land lernen, zudem unsere Geschichten ähnlich geschrieben wurden. Nur leider stand damals David Hasselhoff bei uns auf der Mauer.

 

Heldenstadt Leipzig, es ist erneut Zeit, eine Mauer einzureißen

15 Jul

Ein kleines Gedankenspiel nach einer erleuchtenden Nacht vom 13.07.2012 auf den 14.07.2012. 

Neulich las ich auf meinen täglichen Nachrichtenseiten einen sehr interessanten Artikel eines besorgten Mitbürgers meiner Stadt: “Liebes Leipzig! Ein Brief an meine Stadt: Warum ich neuerdings leide an dem Ort, der mir ans Herz gewachsen ist“. In ihm schrieb der Autor Robert Schimke, welcher selbst seit Mitte der 90er Jahre in Leipzig lebt und seitdem viele Facetten und Veränderungen im Stadtbild und der Stadtentwicklung erlebt hatte, direkt an die Seele meines geliebten Leipzigs in der personalisierten Form einer Frau. Ein sehr lesenswerter Artikel über die Kultur und das Selbstverständnis einer Stadt und ihrer Mitbürger, welche sich schon seit jeher vom Rest der Welt zu unterscheiden versuchten und wie er dieses hohe Gut in Gefahr sieht. An sich wäre dieser Artikel aber kein Anlass für mich gewesen, selbst ein paar Zeilen hier zu schreiben – hätte es heute um 3 Uhr in der Früh nicht diesen besonderen Moment gegeben. Dazu aber später mehr. Denn lest erst den verlinkten Artikel!

Der gestrige Vorabend stand bei mir persönlich nicht unter dem besten Stern, in einer “Partynacht” inklusive politisch angehauchtem Artikel zu enden. Kurz nach Mitternacht war ich aber der einsamen Tristesse leid und entschloss mich, über meinen Schatten zu springen und noch ein paar Stunden auswärts unter Leuten zu verbringen. Meine üblichen Veranstaltungswegweiser sagten mir zwar, dass es heute keinen House geben würde – zumindest nicht solchen, der mich ungefragt und anstandslos glücklich machen würde. Immerhin darf man als Leipziger ja Ansprüche haben. Aber das war mir zu diesem Zeitpunkt egal. Also zog ich ohne Erwartungen ins Elipamanoke ein. B-Day Party, Techno (kein House, naja, aber wenigstens seelenverwandt), aber immer coole Leute. Mit der Einstellung, dass Techno nicht ganz mein Fall ist, da sehr oft für mich persönlich einfach zu langweilig und – naja, zu technoid-mechanisch halt – ging ich direkt zur Bar, tauschte dort hart verdiente 2,50 EUR gegen eine Fritz Kola mit Kaffeegeschmack, verzog mich in den Chilloutbereich, steckte meinen Körper tief in einem bequemen Sessel und begann, mit dem Fuß zum 4/4-Beat wippend, in meinem Handy diverse Nachrichtenseiten an zu surfen. Und ab da nahm es seinen Lauf.

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Stilvorstellung – Map Of House Music

18 Jun

Es gibt eine Vielzahl von Stilen und Ausprägungen in der House-Musik. Erfahrungsgemäß bleiben viele von ihnen meist im Unentdecktem verborgen. Mit diesen Artikel möchte ich nun ein neues Projekt starten, welches mir sehr am Herzen liegt: Das Zeigen und Beschreiben von allen Styles. Sicher keine leichte Aufgabe. Immerhin kann ihre Anzahl je nach Betrachtungsweise die 20 erreichen. Nach meiner Auffassung ist es aber für House-interessierte Menschen ungemein wichtig, wenigstens den Namen von dem zu wissen, was es zu entdecken gilt.

Der zweite Aspekt daran ist, dass unter vielen Stilen sehr oft das Falsche verstanden wird. Oft sind die Charakteristika, welche einen Stil beschreiben, komplett andere, als man zu denken scheint. Aus diesen Grund kommt es oft zu teilweise gar subgenreübergreifenden Verwischungen im Gesamtbild, welche vieles zum Entdecken lohnendes im Verborgenen stehen lässt.

Es hat mich ca. 3 Wochen Arbeit gekostet, die Informationen zu sammeln und eine stimmige Übersicht über House zu erstellen. Auch wenn Musik etwas subjektives ist, so sollten sich die Positionierung der einzelnen Stile auf der Grafik auch durch persönliche Präferenzen kaum verschieben. Nach meiner Meinung decke ich mit der Einteilung nach Mainstream/Underground sowie Soulful/Non-Soulful alle Facetten der House-Musik aus Deutscher Sicht ab. Zur groben Orientierung nahm ich noch die nach meiner Meinung nach wichtigsten Entwicklungen und Ausprägungen von Techno und Electro mit hinzu. Besonders weil es sehr oft zu Falschnennung zwischen ähnlichen Stilen dieser Subgenre kommt (z.B. Minimal-House, Minimal-Electro und Minimal-Techno). Dazu aber später mehr in den jeweiligen Stilvorstellungen.

Map of House Music in Englisch (2384×3370)

Map of House Music in Deutsch (2384×3370)

(Spätere Änderungen aufgrund von neuen Erkenntnissen sind nicht ausgeschlossen ;) )

 

Tipps zum selber Tanzen lernen

01 Jun

Passend zum Artikel über Jardy Santiago möchte ich Euch ein paar Tipps zum Thema Tanzen geben. Es sind meine Gedanken und Erfahrungen, welche ich (mir) im Laufe der Zeit gemacht habe. Wenn Du Interesse daran hast, fernab von Tanzstudios und Co. tanzen zu lernen, dann werden die nächsten Zeilen sicher interessant für Dich sein. Sie sollen aber nicht als ultimativer Weg verstanden werden. Jeder Mensch hat eigene Vorlieben und wird sich in Puncto Tanzen sehr schnell individuell entwickeln.

 

Die allererste Frage, die sich jeder stellen sollte: Welcher Stil gefällt mir am Besten?

Zu House soll man sich wohlfühlen. Daher wählt man seinen Stil aus, der am Besten zu einem passt. Klassisch kann man House in drei Tanzstile einteilen. Lofting, Jacking und Footworking. Hier kann ich nur auf Jardy’s Video Jacking Style verweisen. Darin beschreibt er die drei wichtigsten House-Dancing Styles und geht dann später auf das Jacking ein. Zu den beiden anderen Stils Footworking und Lofting existieren leider noch kein Videos. Allerdings beschreiben die gezeigten Beispiele diese Styles – wenn auch kurz – recht gut. Dennoch möchte ich die Beiden mit eigenen Worte noch einmal schnell umschreiben.

Lofting entstand zur Zeit der Paradise Garage in den 80er Jahren in New York. Dort gab es auf einer höher gelegenen Etage eine Chillout-Loft. Und genau dort, auf diesen Quadratmetern, entwickelte sich diese Tanzstile, welcher besonders durch Disco und B-Boying beeinflusst wurde. Wie bereits gesehen, charakterisiert es sich besonders durch sehr bodennahes Tanzen mit großen, langsamen und sehr weitläufigen Bewegungen. Dennoch muss Lofting nicht unbedingt nur auf dem Boden stattfinden. Dies eintscheidet sich je nach Vorliebe des jeweiligen Tänzers.

Footworking ist eine reine Erfindung aus Chicago. Die Jungs und Mädls dort mochten es schon immer schneller. So entwickelten sie besonders schnelle Schritte, welche jeden viertel Takt treffen können. Wie der Name schon sagt, ist dieser Stil sehr fußlastig und schnell, beeinflusst aber dennoch den gesamten Körper, besonders die Hüften und die Arme. In der extremen Form schaffen es besonders schnelle Tänzer auch jeden achtel Takt zu treffen und sogar noch schneller zu sein. Dieser schnelle Tanz wird als Chicago Footworking bezeichnet und wird auch nur dort getanzt. Immerhin ist er so schnell, dass man ihn schon wieder mögen muss.

Wichtig hierbei wäre noch zu sagen, dass sich die Tanzstile untereinander nicht ausschließen. Ein guter Tänzer kombiniert diese vielmehr und schafft so seinen eigenen Stil. Auch ist Freestyling mit fremden Tänzen oder Bewegungen möglich. Es geht darum, dass man sich selbst wohlfühlt und in seinen Bewegungen dargestellt fühlt.

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Charaktervorstellung Jardy Santiago

13 Mai

Musik ist zum Tanzen geschaffen worden. Es liegt den Menschen in den Genen, sich zu einem Rhythmus bewegen zu wollen. Wenn man nun House-Musik als Ganzes betrachten möchte, so wird man um die verschiedenen Tanzschritte nicht herum kommen. Ja, man kann es auch als einen vordefinierten Weg betrachten, welchen man während seiner Erkundungstour durch House beschreitet. Am Anfang steht nur der Gefallen an der Musik. Später wird die Geschichte von House interessant. Man möchte das Warum verstehen. Plötzlich erkennt man, dass man House auch mit dem Körper leben kann, ja sogar leben muss. Die Musik ist dafür einfach geschaffen worden. Das ist ihr Zweck, Ihre Bestimmung, Ihr Mittel, Menschen zu verbinden. Wie man dies umsetzt, liegt an den persönlichen Vorlieben. Lernt man die Schritte und das Tanzen und nutzt man seinen kompletten Körper dafür. Oder lernt man, die Musik zu spielen. Zu DJ’en, mit Augen, Ohren und den Händen Übergänge zu perfektionieren und einfach die pure Freude aus den Boxen verströmen zu lassen. Oder man bestreitet beide Wege, der eine schließt den anderen ja nicht aus. Und selbst danach geht es immer noch weiter. Aber egal, wie man sich entscheidet. Man muss eine Kunst erlernen. Und beim Thema Tanzen gibt es ein Mann, welcher sehr professionell seine Erfahrungen und sein Wissen frei im Internet für jedermann teilt. Jardy Santiago.

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Charaktervorstellung Danny Dance

08 Mai

 

Das Leben schreibt schon manchmal interessante und ungeahnte Geschichten. Ich möchte Euch heute eine Person vorstellen, welche einen sehr großen Einfluss auf mich und mein Verständnis von House hatte und immer noch hat. Man könnte ihn auch ein wenig als meinen Mentor bezeichnen: Danny Dance. Aus Miami stammend, bezeichnet er sich selbst sich als House-Verrückter. Eine maßlose Untertreibung, wenn man bedenkt, was er eigentlich für die Musik und die Community alles auf die Beine stellt. Er ist begabter DJ, House-Tänzer, Musikproduzent und Inhaber seines eigenen Labels “Dance Is A Feeling Records”. Er betreibt drei Blogs. Dance Is A Feeling, A Better Dancing Day und Make House Musik. Alles mit dem Ziel, Menschen und House-Musik näher aneinander zu bringen. Und dies macht er mit einer Energie und einem Ehrgeiz, welche seines Gleichen suchen. In seiner Freizeit produziert er nach einem selbstauferlegten, sportlichen Programm mit hoher Kadenz neue Musik und Tanzvideos, sowie legt in diversen Bars und Discotheken erstklassigen House auf. Und das alles neben seinem Fulltimejob. Ein kleines, sympatisches Powerpaket mit dem Ambitionen ein Großer des Geschäftes zu werden.

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Open Air Festival “Zusammen” am 1. Mai 2012 in Leipzig

04 Mai

Eigentlich hatte ich für mich geplant gehabt, dass ich am 1. Mai eine ruhige Kugel schieben werde. Die vorherige Nacht war mal wieder sehr lang und ausgiebig gewesen und das Fahrrad ist sowieso zur Zeit in der Werkstatt. Also der perfekte Tag zum Entspannen auf dem Balkon. Eigentlich wollte ich den PC gar nicht erst anmachen, aber irgendeine alltäglich waltende, geisterhafte Kraft befahl es mir – und so tat ich es. Also die üblichen Seiten angesurft, inklusive Twitter. Eigentlich nahm ich mir nicht viel Mühe, den Inhalt wirklich aufzufassen. Aber etwas stach mir trotzdem ins Auge:

Also nach kurzer Überdenkzeit den Tagesplan über den Haufen geworfen und entschieden, mit dem Auto dieser sicher kleinen und gemütlichen Runde einen Besuch abzustatten. Wo ich nun entspanne ist ja eigentlich auch egal. Noch schnell aus Reflex die Kamera und das Stativ eingepackt – immerhin wollte ich schon lange mal ein paar Videoausschnitte von der lokalen Leipziger Szene einfangen – und los ging die Fahrt.

Dass das Wort “eigentlich” in all meinen Gedankengängen bis dahin an diesem Tag total fehl am Platz war, fiel mir erst auf, als ich auf das Parkgelände einbog und mich diese Masse an ab geparkten Autos anstarrte. Das war keine kleine Veranstaltung mit ein paar dreißig House-Begeisterten, wie man sie manchmal am Palmengarten sah. Das war ein Festival mit 1000+ Menschen! Klein, groß, jung, alt, mit Kinder, ohne Kinder, alt mit Hunden, jung mit Hunden, nur Hunde und mitten drin nun ich, mit schmerzenden Füßen und meiner Videokamera. Also schnell einen zentralen Platz gesucht, um die Decke auszubreiten und den Körper noch ein wenig zu Tech-House-Klängen entspannen zu lassen. Nach einer Stunde war dann aber Schluss mit dem Nichtstun und ich suchte mir einen guten Platz für meine Kamera, wo ich das Geschehen sehr weiträumig einfangen konnte. Ergebnis: Neben der Gewissheit, wie unwissend man selber manchmal ist, kamen 12,5 GB an HD-Film inklusive eines sehr lustigen Spaßvogels, sowie viele neue Kontakte zu anderen (musik)begeisterten Menschen dabei herum. Das nenne ich mal Tag der Arbeit!

PS: Danke für die Bratwurst an den unbekannten Spender!

Teil 1

Projekt von Zwischenwelten, Finest Selection und EKG .

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Charaktervorstellung Ejoe Wilson

02 Mai

Es gibt Menschen, die faszinieren einen bereits vom ersten Moment an. Bis vor kurzem wusste ich aber noch nicht, dass eine solche Ausstrahlung auch über ein Youtube-Video verbreitet werden kann. Bis zu diesen einen Moment, als ich auf einer der Seiten von meinem Freund Danny Dance eine 30-minütige Dokumentation über den House-Tänzer Ejoe Wilson sah. Wenn man im Laufe des Videos diesem Mann einfach nur in die Augen schaut. Egal, ob beim Tanzen oder in der Zeit, wo er auf eine sehr eindringliche Art und Weise die Lebensweisheit House-Musik erklärt – man erkennt sofort die Begeisterung und die kompromisslose Liebe, die er dieser Musik entgegenbringt. Er ist das beste Beispiel dafür, wie eine Idee einen Menschen auf eine so positive Weise verändern kann, dass er und sein Handels eine solche Aura ausstrahlen, dass sich dieser Ausstrahlung nicht einmal gefühlskalte Menschen entziehen können.

Ejoe Wilson fand bereits vor vielen Jahren über Hip-Hop den Weg zum House-Dancing. Einen Weg, den bereits viele Menschen beschritten haben und wahrscheinlich noch beschreiten werden. Insofern haben House und Hip-Hop mehr miteinander zu tun, als manch einer glauben mag. Sie spiegeln die selben grundlegenden Gedanken wider. Nur das House noch einen Schritt weiter geht. Dort ist egal, woher Du kommst, es ist nur wichtig, wohin Du gehst.

Für alle der englischen Sprache nicht mächtigen Personen, habe ich mir mal die Mühe gemacht, die Dokumentation zu übersetzten. Ich hoffe, dass ich den Sinn immer komplett getroffen habe. Ein Dank nochmal an Danny Dance und Stephanie für die Hilfestellung. Enjoy ;)

Hier die Übersetzung ins Deutsche:

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Pump Up The Volume – The History Of House Music

22 Apr

Für alle, die der englischen Sprache ein wenig mächtig sind, habe ich hier eine – wenn nicht sogar die Beste – House-Dokumentation, welche man im Netz finden kann. Im ersten Teil, der mehr als 1 1/2 Stunden langen Doku aus dem Jahre 2001, wird besonders auf die Entstehung der House-Musik in Chicago, New York und Detroit eingegangen. Es kommen Menschen zum Wort, die vom Anfang an mit dabei waren und mit Ihren Beschreibungen ein Bild von dem skizzieren, was House im Kern ausmacht. Der 2. Teil beschäftigt sich mehrheitlich mit dem Thema, wie House den Weg über den Ozean fand und von den Europäern auf Ihre eigene Art und Weise adaptiert wurde. Besonders England war die Sperrspitze des Erfolgs und auch dort entwickelten sich die Raves, die erste europäische Neuinterpretation des Feelings.

Gleich zu Beginn wird angedeutet, wie erfolgreich die Musik in der Gegenwart ist und wie viel Einfluss sie besonders auf Pop hat. Das ist das Interessante an dieser Dokumentation. Sie betrachtet eine große Bandbreite von Entwicklungen. Zumindest soweit, wie es diese 80 Minuten zulassen. Denn House ist noch viel mehr. Ein journalistisch hervorragend ausgearbeitetes Werk, welches sowie Underground und Smallroom als auch Overground und Bigroom objektiv beschreibt und nicht meinungsbildend wirkt. Ein “must see” für absolut jeden!

Teil 1

Teil 2